Geschichten von/über/mit Dankwart P.

Einige skurrile Episoden aus dem Leben des narzisstischen Schriftstellers Dankwart P., der seine Frau Eva liebt und die Leser seiner Bücher hasst. Böse Zungen streuen das Gerücht, er und ich seien identisch, aber das ist natürlich Unsinn. Ebenso kann Dankwarts Behauptung, ich sei in Wahrheit nur eine Figur in seinen Romanen, in das Reich der Tatsachen verwiesen werden. Ich wüsste überhaupt nicht, was ich über eine blasse und fade Gestalt wie Artus schreiben sollte. Andererseits könnte ich meine blöden Leser mit dem Typen zu Tode langweilen… „Eva-Schatz?! Ich habe eine Idee für ´ne Story und bin dann erstmal unten!“
„Waas?! Wir wollten doch nachher in die Stadt zum Einkaufen fahren!“
„Das kann warten.“
„Nein, kann es nicht! Der Kühlschrank ist leer und ich muss auch zur Schneiderin, sonst wird das Hochzeitskleid nie rechtzeitig fertig!“
„Mein Gott, bis dahin sind es noch zwei Monate!“
„Anderthalb! Du bist ja fein raus mit dem Anzug von Günther, aber ich soll wohl nackt vor dem Altar stehen?!“
„Das wäre doch mal was. In der Speisekammer sind noch ein paar Dosen, daraus kannst du uns doch was Leckeres zaubern.“
„Ich zauber dir gleich was! Ich will was Anständiges zu Essen, frisches Obst und Gemüse! Außerdem ist die Milch alle.“
„Wenn du nicht so verfressen wärst, müsste das Kleid auch nicht ständig weiter gemacht werden!“
„Du Blödmann kannst gleich deine Putze heiraten! Und beweg´ jetzt deinen Hintern hier hoch, deine albernen Geschichten will sowieso keiner lesen! Wieso musst du dich zum Schreiben überhaupt immer in deinen stinkenden Keller verziehen?“
„Damit ich meine Ruhe habe! Verdammt, wo sind die Autoschlüssel?“
„Weiß ich doch nicht. Moment mal, willst du etwa so mit mir fahren? Zieh´ dir wenigstens ´ne saubere Hose an, so gehe ich nicht mit dir unter die Leute!“
„So, zufrieden? Wo ist mein Mantel?“
„Findest du auch mal was alleine? Du brauchst keine Frau, sondern einen Betreuer. Nein, noch besser: Einen Tierwärter, wie im Zoo. Der könnte dir täglich einen Fressnapf unter der Tür durchschieben und die Schmutzkiste saubermachen, das würde dir völlig reichen!“
„Wenn er dabei die Klappe hält, wäre das super!“
„Arschloch!“
„Ja, ich liebe dich auch. So, kommst du?“
„Wegen der Aufregung muss ich erst nochmal pinkeln.“
„Jetzt geht das wieder los! Ich warte im Auto, beeil´ dich!“
Ich entschuldige mich für die Entgleisungen, aber eine Beziehung ist kein Hochglanzprospekt. Natürlich versuche ich Dankwart im Zaum zu halten, doch… Mist der Platz hier ist zuend

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Über artusdanielhoerfeld

Als Schriftsteller kann ich auf die Erfahrungen von zwei Berufen (Zahntechniker, Pharmareferent), zwei langjährigen beruflichen Tätigkeitsbereichen (Autovermieter, Handelsvertreter), einer Selbständigkeit mit Einzelhandelsgeschäft und drei Ehen zurückgreifen. Heute ist mir nichts Menschliches mehr fremd, was in mir die Frage aufgeworfen hat, aus welchem Grunde die Menschen im Privaten, Beruflichen und Politischen häufig nur schwer oder gar nicht miteinander auskommen. Mein Buch "Die Steinzeitfrau - Damals und Heute" ist der Versuch einer Antwort, die radikal mit überlieferten Konventionen bricht, eine noch nie dagewesene Perspektive auf unsere Welt eröffnet und vom Leser einige Nehmerqualitäten verlangt. Das zweite Buch "SchmerzDame - Lektüre des strengen Herrn" erzählt nicht nur meine erotischen Erinnerungen, sondern schildert auch Begebenheiten, die sensible Gemüter schockieren können. Wer Sexualität allein mit Romantik und Zärtlichkeit verbindet, sollte sich überlegen, ob er wirklich in die Welt der extremen Perversion eintauchen will, denn die Bilder in seinem Kopf wird er nie wieder los.
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